Sweet little Luis und mein 1.000 Tage-Blog

So, jetzt sitze ich an meinem nagelneuen Laptop und schreibe meinen ersten Blogbeitrag. Ich bin überraschend schnell und etwas früher als geplant an Weihnachten Mama geworden und bin ganz verliebt in meinen kleinen Sohn Luis. Ihr kennt das auch, plötzlich stellen sich mit der Geburt tausende Fragen: Klappt das mit dem Stillen? Was sollte ich essen, um Luis viel Gutes mitzugeben? Wie wickle ich richtig? Kommt er nachts am besten ins Elternschlafzimmer oder relativ schnell schon ins Kinderzimmer? Holen wir ihn beim Schreien zu uns ins Bett oder sollen wir ihn erstmal schreien lassen? Ist der Schnuller sinnvoll oder sollte man den erst gar nicht zur Gewohnheit werden lassen? Ist es normal, wenn man nachts gefühlt mehr stillt als schläft?

Eigentlich kann ich Luis danken, dass er nicht mehr bis nach Weihnachten warten wollte, sondern noch als Weihnachtsgeschenk in Lippstadt zur Welt kam. Wir haben die Feiertage dort verbracht, um meine Schwiegereltern zu besuchen. Im EVK haben wir uns wahnsinnig gut aufgehoben gefühlt und sowohl die Ärzte, aber vor allem die Schwestern, sind so liebevoll mit Luis umgegangen und ich habe sehr viel gelernt und geduldig Antworten auf meine vielen Fragen bekommen.
IMG_9908Zuhause wurde mir dann erst so richtig bewusst, dass so ein Würmchen die beste Versorgung, gesündeste Ernährung und ganz viel Liebe braucht und was für eine große Verantwortung man plötzlich hat. Als ich von der Wichtigkeit der „Ersten 1.000 Tage“ gehört habe, dachte ich, warum denn nicht meine 1.000-Tage-Erfahrung mit Luis in einem Blog begleiten? Ich war bislang davon überzeugt, dass die Gesundheit genetisch bedingt ist und von den Eltern und Großeltern an den Nachwuchs weiter gegeben wird. Aktuelle Forschungsergebnisse, die mir freundlicherweise von Milupa zur Verfügung gestellt wurden, haben gezeigt, dass äußere Einflüsse, wie Umwelt und Ernährung, mindestens genauso prägend sind. Wenn man also innerhalb der ersten 1.000 Tage – von der Befruchtung bis zum 2. Lebensjahr großen Wert auf diese Einflüsse legt, kann man die Entwicklung seines Kindes langfristig positiv beeinflussen. Im Alltag bedeutet das, bereits in der Schwangerschaft auf eine gesunde Ernährung zu achten. Denn schließlich bedient sich der kleine Wurm an den Nährstoff-reserven der Mutter, um zu wachsen und groß und stark zu werden. Ich habe mir, sobald ich wusste, dass ich schwanger bin, jeden Morgen einen frischen Smoothie aus Äpfeln, Bananen, Birnen und Orangen gemixt. Zur Abwechslung habe ich dazu auch mal Ingwer, Zitrone, Tiefkühl-Himbeeren oder Babyspinat in den Mixer geworfen. Abends wurden dann Tomaten, Gurken, Paprika, Avocado und Rote Bete klein geschnitten und als Vorspeisensalat für meinen Mann und mich auf den Tisch gestellt. Wenn es mal schnell gehen musste, Tomaten und Mozzarella waren bei uns fast immer im Kühlschrank zu finden. Aber versteht mich nicht falsch, Burger, Pommes und Kuchen mussten natürlich auch zwischendurch sein!

Nach der Schwangerschaft geht es in die zweite von vier Phasen: Es geht los mit dem Stillen!!! Puh, ist das bei euch auch ein Dauerthema unter Muttis? Ok, ich kann mich schon sehr glücklich schätzen, dass das Stillen bei mir gut funktioniert, aber ich habe auch mit diesen blöden Stillhütchen angefangen und es mit Muttermilch aus der Flasche versucht. Irgendwann machte es „Klick“ und Luis trank nur noch aus der Brust. Nichtsdestotrotz wollte ich mich einfach nie unter so extremen Druck setzen, dass das klappen MUSS! Klar, mein Ziel war es natürlich, Luis die gesunde Muttermilch zu geben, aber ich sagte mir immer, wenn es nicht funktioniert, gibt es zum Glück ja auch gute Lösungen. Was ich ja phänomenal finde ist, dass die Brust einer Mama immer genau weiß, was ihr Baby braucht. Alle wichtigen Nährstoffe sind individuell auf den Bedarf jedes einzelnen Babys abgestimmt. Sieht man ja auch schon an der veränderten Farbe der Milch in den Wochen nach der Geburt. Schon erstaunlich oder?

LuisIm Anschluss ans Stillen wird’s Zeit für die Beikost. Da sind wir noch lange nicht, aber ich habe gehört, dass das ein kleiner Hürdenlauf werden kann. Verträgt mein Baby Karotten? Soll ich immer alles selbst mixen und pürieren oder sind die Gläschen aus dem Laden auch gut? Und welche nehme ich am besten? Wie reagiert die Verdauung im Allgemeinen auf feste Nahrung? Ich bin gespannt, wie und wann wir die Brei-Zeit einläuten und was Luis dabei gern isst und was gar nicht. Mir konnte man als Baby angeblich alles vorsetzen und tatsächlich gibt es nur ganz wenige Lebensmittel, die ich nicht mag. Hoffentlich ist Luis auch so „pflegleicht“. Auf jeden Fall gehört diese Phase auch zu den ersten 1.000 Tagen und es ist wichtig immer noch auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung zu achten. Der erste Brei sollte ein Gemüse-Kartoffel-Fleisch Brei sein. Hmmm, lecker! Alles in den Mixer. Habt ihr eigentlich einen Handmixer oder ein Allzweck-Gerät zu Hause? Da hat ja auch jede Mama andere Herangehensweisen…

Meine Freundin, die einen 6 Wochen älteren Sohn hat, hat sich schon mal einen Hochstuhl gekauft, damit ihr Kleiner bald auch alles am Tisch miterleben kann. Er guckt jetzt schon immer ganz neugierig, was Mama und Papa da in den Mund schieben und macht Schmatzgeräusche. Ich bin sehr gespannt auf die nächsten Wochen und Monate und freue mich, wenn ihr mich bei den ersten 1.000 Tagen begleitet 🙂

Eure Miriam

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